"Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Vorschläge der EU-Kommission auf der im August stattfindenden Tagung der Unions-Agrarsprecher beraten werden", sagte der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kurt Wiegel, mit Blick auf den in dieser Woche erschienenen Bericht der EU-Kommission zur Lage am Milchmarkt.

"Auch in diesem Bericht wird eine 'dramatische' Verschlechterung der Situation der Milchviehbetriebe europaweit festgestellt. Dies belegt einmal mehr die schwierige Lage der Milcherzeuger. Hiervon ist Deutschland in besonderer Weise betroffen, da etwa ein Fünftel der gesamten europäischen Milchmenge aus Deutschland kommt", stellte Wiegel fest.

"Es ist notwendig, dass kurzfristig wirkende Maßnahmen zur Marktentlastung ergriffen werden, um eine Trendwende herbeizuführen. Unter diesen Gesichtspunkten müssen alle Vorschläge auf ihre Eignung hin abgeklopft und sich auf eine gemeinsame Linie verständigt werden", so der Agrarsprecher.
Für eine Zukunft der Milchquote nach dem Jahr 2015 bestehe nach Einschätzung Wiegels nur wenig Hoffnung, da die Aussage der EU-Kommissarin Fischer-Boel in ihrer Meldung vom 22.07.2009 "sehr deutlich" sei. Dort sagte sie wörtlich: "Aber, wie der Europäische Rat klar zum Ausdruck gebracht hat, gibt es keine Abkehr von unserer Politik, die Milchquoten behutsam auslaufen zu lassen. Diesen Beschluss infrage zu stellen, würde nur Unsicherheit schaffen und trotzdem in der jetzigen Situation keine Hilfe bringen."

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