„Wir machen Landwirtschaftspolitik für all unsere Landwirte – egal ob ökologisch oder konventionell. Mit unserem Positionspapier haben wir deutlich gemacht, dass wir für eine nachhaltige, wirtschaftliche und flächendeckende Landwirtschaft in Hessen stehen. Die gestrigen Beschlüsse zur gemeinsamen Agrarpolitik der EU gehen dabei in die richtige Richtung. Auch bei der Reduzierung des Verbrauchs landwirtschaftlicher  Flächen sind wir auf einem guten Weg und haben konkrete Vorschläge für weitere Verbesserungen vorgelegt. Wir wollen die regionale Erzeugung und Vermarktung stärken. Dass von unseren insgesamt 35 Forderungen von den Grünen nur eine einzige kritisiert wurde, ist erfreulich und zeigt, wie zukunftsweisend unsere Landwirtschaftskonzepte sind. Die Kritik der Grünen beruht auf einer bewussten Verdrehung der Aussagen und verwundert, angesichts der Landwirtschaftverhinderungspolitik, die Grüne und Rote in anderen Bundesländern betreiben“, erklärte der Agrarpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Kurt Wiegel, im Rahmen der heutigen Debatte um die Landwirtschaftspolitik in Hessen. 

Die Grünen hatten zuvor das Landwirtschaftspapier der CDU-Fraktion zum Anlass für eine Aktuelle Stunde genommen. Konkret wurde von den Grünen der Vorschlag einer langfristigen Umwidmung der Beibehaltungsförderung für ökologisch arbeitende Betriebe kritisiert. Diese bekommen derzeit aus EU- und Landesmitteln eine Sondersubvention in Höhe von 170 Euro pro Hektar Fläche. Die CDU-Fraktion hatte gefordert, diese Sonderförderung nicht mehr pauschal zu gewähren, sondern bei Mittelverknappung mittelfristig auf europäischer Ebene eine differenziertere Herangehensweise einzuführen, die die Förderung an konkrete Maßnahmen bindet. 

„Wir wollen und brauchen auch die Ökolandwirtschaft in unserer differenzierten Landwirtschaftsstruktur. Hessen ist hier beim Flächenanteil an einer Spitzenposition. Der Markt für solche Produkte wächst – die Landwirte erzielen höhere Preise und hatten in den letzten Jahren um 31 Prozent höhere Jahreseinkommen als vergleichbare konventionelle Betriebe. Wir haben ganz klar gesagt, dass wir die Förderung beibehalten, solange sie von der EU angeboten wird, weil wir alle Programme co-finanzieren, die unseren Landwirten nutzen. Langfristig plädiere ich aber dafür, Förderung aus der Zweiten Säule an konkrete Leistungen für Umwelt-, Natur- und Artenschutz zu koppeln – nicht an Labels und Öko-Zertifikate“, so Wiegel.
 
 

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