• Lehrerbildung ist Grundlage für hohe Unterrichts- und Schulqualität in Hessen
  • In allen Bundesländern steigt Bedarf an Lehrkräften – insbesondere im Grundschul- und Förderschulbereich
  • Novellierung des Lehrerbildungsgesetzes bereits im Koalitionsvertrag verankert

Anlässlich der heutigen Pressekonferenz zum Thema „Modernisierung der Lehrkräftebildung“ der SPD-Fraktion erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz:

„Die Qualität von Schule und Unterricht entsteht im Klassenzimmer. Dies setzt bestmöglich qualifizierte und kompetente Menschen voraus, die mit unseren Schülerinnen und Schülern arbeiten. Studium und pädagogischer Vorbereitungsdienst schaffen die Grundlage für den späteren erfolgreichen Einsatz an Hessens Schulen und bereiten angehende Lehrkräfte auf die besonderen Herausforderungen des Lehrberufs vor.

Die Herausforderungen für die Lehrerbildung sind in jüngster Zeit sicherlich nicht kleiner geworden: In allen Bundesländern steigt der Bedarf an gut ausgebildeten Lehrkräften insbesondere im Grund- und Förderschulbereich, wo wir bereits durch mehrere Initiativen – unter anderem mit einer Ausweitung der Ausbildungskapazitäten an Hochschulen – gegensteuern. Auch die Anforderungen an das Berufsbild ändern sich – sei es durch eine zunehmende Heterogenität der Schülerschaft, die Stärkung der Bildungssprache Deutsch, berufliche Orientierung, Ganztag oder die Lehrkraft als Gestalter des digitalen Wandels an den Schulen vor Ort.

Deswegen haben wir bereits vorausschauend im Koalitionsvertrag für diese Wahlperiode die Novellierung des Lehrerbildungsgesetzes festgeschrieben. Gerade bei der Lehreraus-, fort- und weiterbildung, die sich vom Beginn des Studiums bis über die gesamte Lehrerlaufbahn zieht, ist es wichtig, keine kurzfristigen Schnellschüsse abzugeben, sondern alle drei Phasen der Lehrerbildung gezielt und aus einem Guss weiterzuentwickeln, bisherige Erfahrungen einfließen zu lassen und die in der Lehrerbildung tätigen Institutionen enger zu vernetzen. Genau dies ist beim heute vorgestellten Gesetzentwurf der Fraktion der SPD nicht der Fall, der neben Anpassung der Ausbildungszeit und gestufter Lehramtsstudiengänge nach Bachelor und Master anstelle des bewährten Staatsexamens noch gespickt ist mit Ideen, die den Vorschlägen einer Arbeitsgruppe aus dem Jahr 2009 entstammen.

Wir wollen unter anderem auf der Grundlage der Ergebnisse von Evaluationen das Praxissemester in den Regelbetrieb überführen und damit die Praxisorientierung bereits im Studium weiter stärken wollen. Auch die dritte Phase der Lehrerbildung wollen wir weiterentwickeln. Die Fortbildung der Lehrkräfte ist Studien zufolge eines der wichtigsten Instrumente zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung von Unterricht. Lehrerinnen und Lehrer brauchen dabei Unterstützung, den veränderten Anforderungen gerecht zu werden. Bereits in der letzten Legislaturperiode haben wir eine Entlastungsstunde für die Mentorinnen und Mentoren als Ausgleich für die Übernahme der Aufgabe der Betreuung und für die Weiterqualifizierung eingeführt.

Lehrkräfte leisten durch ihren Einsatz einen wichtigen Beitrag in der Bildungs- und Erziehungsarbeit unserer Kinder und Jugendliche und dienen ihnen gleichwohl als Vorbilder. Wir unterstützen unsere Lehrkräfte hierbei durch eine optimale, an den Bedarfen ausgerichtete Aus-, Fort- und Weiterbildung.“

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Ansprechpartner

Armin Schwarz

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher im Kulturpolitischen Ausschuss

+49 5631 503330
a.schwarz@ltg.hessen.de