Der Wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Michael Boddenberg, hielt der SPD entgegen, der Mittelstand fühle sich in Hessen wohl. Er warf der SPD vor, ein längst bekanntes 10-Punkte Papier als aktuelle Botschaft verkaufen zu wollen. „Das heute präsentierte 10-Punkte-Programm der SPD ist nicht nur aufgewärmt, sondern aus dem Archiv gekramt. Es basiert auf einem Antrag der SPD aus dem Mai 2005, vermischt mit einem Antrag der Großen Koalition in Berlin vom 8. Februar 2006“, so Boddenberg. Dieser trage im Übrigen den Titel „Neue Impulse für den Mittelstand“.

„Die SPD füttert mit ihren Vorschlägen zur Mittelstandsauswirkungsklausel einmal mehr das Bürokratiemonster und ist bei jeder Gelegenheit die Partei, die Verwaltungsstrukturen aufbauscht statt sie abzubauen“, stellte der Wirtschaftspolitiker klar. „Der Mittelstand fühlt sich in Hessen wohl, in keinem anderen Bundesland werden die Förderbedingungen so positiv eingesetzt wie hier“, sagte der CDU-Politiker. Als Beispiele nannte Boddenberg das Projekt „Bürgschaft ohne Bank“ und das Programm „Hessen-Invest-Start“, das Unternehmen bei der Finanzierung in der Frühphase hilft.

In diesem Zusammenhang erinnerte Boddenberg daran, dass es die CDU-geführte Landesregierung war, die nach der erfolgreichen Wahl 1999 den von Rot-Grün hinterlassenen Bürokratieberg in bundesweit beispielhafter Weise abgebaut hat. „3.500 Vorschriften sind bereits in der letzten Legislaturperiode in den Papierkorb gewandert. Gesetze wurden befristet und Genehmigungen beschleunigt", erläuterte Boddenberg. Dieser Weg werde auch in dieser Legislatur mit großer Kraftanstrengung fortgesetzt. So könnten auf der aktuellen Homepage hessen.de Unternehmen eventuell noch überflüssige Rechtserlasse und Verordnungen benennen, die dann ebenfalls auf die Möglichkeit des Wegfalls geprüft würden.

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