Als "jenseits von Gut und Böse" hat der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Michael Boddenberg, heute die Forderungen von Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer zurückgewiesen. "Die Forderungen nach 41 Nachtflügen der Lufthansa sind jenseits von Gut und Böse und haben mit einem Nachtflugverbot nichts zu tun. In der Substanz muss das Nachtflugverbot erhalten bleiben", erklärte Boddenberg. Der CDU-Politiker reagierte damit auf die Aussagen Lauers in der FAZ, laut derer er 41 Nachtflüge alleine für Lufthansa beansprucht.

"Es bleibt bei der klaren Beschlusslage des hessischen Landtags, nach dem das Mediationsergebnis in Gänze umzusetzen ist. Der Ausbau ist somit nur in Verbindung mit der Einführung eines Nachtflugverbotes zu realisieren." Um dieses rechtssicher zu machen, müsse eine Abwägung erfolgen, insbesondere zwischen dem Ruhebedürfnis der Anwohner, gleichzeitig aber auch der volkswirtschaftlichen Bedeutung dieses Interkontinentalflughafens Frankfurt am Main. Auf diese Bedeutung hatte zuletzt auch der Bundesverkehrsminister hingewiesen, erläuterte der CDU-Politiker.
"Da dem Schutz der Anwohner höchste Priorität einzuräumen ist, sind nach meiner Einschätzung lediglich einige dringend erforderliche Frachtflüge denkbar. Ich bin sicher, dass die Kapazitätserweiterung von 50 Prozent am Tag von der Lufthansa als große Chance gesehen wird, so dass sie bei der Umsetzung des Nachtflugverbotes konstruktiv mitwirken wird", so Boddenberg abschließend. 

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