• Jahresüberschuss von rund 57 Millionen Euro
  • Bestand der Nassauischen Heimstätte soll von 60.000 auf mindestens 75.000 Wohnungen anwachsen.
  • Gute Wohnraumversorgung bleibt Kernanliegen der Landesregierung

Die Nassauische Heimstätte hat heute ihre Bilanz für das Jahr 2018 präsentiert. Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte - Wohnstadt hat 2018 einen Jahresüberschuss von rund 57 Millionen Euro erwirtschaftet und das Vorjahresergebnis um etwa 7,6 Millionen Euro übertroffen. Die Eigenkapitalquote stieg unter anderem durch den Jahresüberschuss um rund 15 Prozent auf 34 Prozent im Jahre 2018. Dazu erklärte der wohnungsbaupolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Heiko Kasseckert:

„Der Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main und Hessen insgesamt zählen zu den wirtschaftsstärksten Regionen in Europa. Das führt zu einem starken Wachstum und zu einem hohen Wohlstand. Das Ergebnis ist jedoch ebenso ein starker Siedlungs- und Mobilitätsdruck. Die Nassauische Heimstätte als sozialer und fairer Vermieter nimmt dabei eine besondere Vorreiterrolle bei der Bereitstellung von preiswertem Wohnraum gerade im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main ein und ist wichtiger Akteur am Markt ein.

Bereits in der vergangenen Legislaturperiode wurde diese zentrale Funktion durch eine Erhöhung des Eigenkapitals des Unternehmens um 200 Millionen Euro durch das Land deutlich gestärkt. Wir begrüßen es ausdrücklich, dass die Nassauische Heimstätte die 2018 deutlich angestiegene Eigenkapitalquote nutzen wird, um weitere Wohnungen zu erwerben und zu bauen. Bis 2022 plant die Nassauische Heimstätte hierbei mit Investitionen von rund 1,9 Milliarden Euro in den Neubau von Wohnungen und den Bestand. Ziel der Nassauischen Heimstätte ist es, dass der Bestand von derzeit 60.000 perspektivisch deutlich auf 75.000 Wohnungen ansteigt.

Wohnungspolitik muss insgesamt an unterschiedlichsten Punkten ansetzen, also ein größeres Angebot unterstützen, ohne den Zuzug in die Städte weiter anzuheizen. Ein allein wirksames Instrument gibt es nicht. Neben der Bereitstellung von Fördermitteln, die in einer Phase mit generell niedrigen Zinsen weniger Anreize entfaltet, geht es vor allem darum, Bauflächen zu entwickeln und Hindernisse für private Investoren abzubauen. An Baufläche selbst mangelt es dabei gerade in Frankfurt/Rhein-Main nicht. Jedoch ist bislang nur ein geringer Teil auch tatsächlich entwickelt worden. Daher wollen wir für die Kommunen durch eine Änderung des Kommunalen Finanzausgleiches Anreize für die konsequente Entwicklung von Bauland setzen, gerade auch mit Blick beispielsweise auf hohe naturschutzfachliche Anforderungen. Die Folgekosten, wie etwa neue Schulen oder Kindergärten oder auch weitere Verkehrsanbindungen, dürfen kein Hindernis für Tätigkeit und keinen Vorwand für Untätigkeit darstellen. Dabei müssen wir auch die Verkehrsinfrastruktur zügig anpassen.

Wir müssen alle Treiber der Baukosten kritisch hinterfragen und, wo möglich, Auflagen und Vorschriften abbauen, damit sich das Bauen wieder lohnt. Dann wird auch nachfragegerechter Wohnraum geschaffen. Wir setzen auf eine Wohnungspolitik, die Anreize zum Wohnungsbau gerade auch für kleinere und mittlere Einkommen und zum Erwerb von Eigentum schafft und Hürden für Investoren abbaut. Die in der angelaufenen Legislaturperiode zur Verfügung stehenden 2,2 Milliarden Euro Fördermittel für mehr als 20.000 Wohnungen sind ein deutlicher Beweis für unser Engagement in der Wohnungsbaupolitik.“

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Ansprechpartner

Heiko Kasseckert

Wirtschaftspolitischer Sprecher

+49 6181 9920290
h.kasseckert@ltg.hessen.de