"Protestkundgebungen gegen die Bildungspolitik der hessischen Landesregierung sind unsachlich und unangebracht", erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Kulturpolitik der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Norbert Herr, heute in Wiesbaden. Die Landesregierung habe seit langem die große Bedeutung der Bildung für Hessen und ganz Deutschland erkannt und entsprechend entschlossen, konsequent und umfassend gehandelt.

Bereits zum aktuellen Schuljahr wurden 1000 neue Lehrerstellen geschaffen. Weitere 650 folgen zum neuen Schuljahr. Darüber hinaus gibt es an Hessens Schulen so viele Lehrkräfte und Unterrichtsstunden wie nie zuvor. Damit wurden 100.000 Stunden Unterrichtsausfall pro Woche, die Rot-Grün 1999 hinterlassen hat, beseitigt. Weiterhin sind die Bildungsausgaben und die Personalausgaben für Lehrer kontinuierlich in jedem Jahr gestiegen. Die ganztägige Betreuung wurde in den letzten Jahren vervierfacht, was Hessen auch hier eine Führungsrolle einbringt. Der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss wurde seit 1999 halbiert. "Diesen erfolgreichen Weg in Frage zu stellen und Streik auszurufen, ist für mich unverständlich und ich halte ihn für unverantwortlich. Dass Unterrichtsstunden für die Schülerinnen und Schüler ausfallen, weil die Lehrer gegen die erfolgreiche hessische Bildungspolitik protestieren, ist nicht akzeptabel", stellte Herr fest. 
Hinsichtlich der Proteste gegen die Umsetzung des Bologna-Prozesses wies Dr. Herr daraufhin, dass Adressat richtigerweise die Hochschulen sein müssten. "Die Hochschulen in Hessen und Deutschland haben in den letzten Jahren ein hohes Maß an Autonomie erhalten. Sie haben es in der Hand, das Studium lernbar zu strukturieren und Prüfungslasten zu reduzieren. Das Land hat mit dem höchsten Wissenschaftsetat in der Geschichte des Landes die finanziellen Voraussetzungen hierfür geschaffen", so Herr.

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