Als "untaugliches Mittel zur Bekämpfung des Rechtsextremismus" bezeichnete der Innenpolitiker der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Peter Beuth, das von der SPD geforderte NPD-Verbotsverfahren. "Der Kampf gegen den Rechtsextremismus muss politisch und gesellschaftlich auf allen Ebenen und mit aller Konsequenz geführt werden. Ein Verbot der NPD verhindert jedoch keine rechtsextremistische Gewalt. Im Übrigen gehen große Gefahren aus dem Bereich des Rechtsextremismus gerade von unorganisierten Neonazis oder sogenannten Kameradschaften aus, die nicht von einem NPD-Verbotsverfahren umfasst würden", erläuterte Beuth.

Die SPD versuche, so Beuth weiter, ohne Sinn und Verstand für ein erneutes NPD-Verbotsverfahren zu werben. Dabei vergesse sie, dass es unter dem SPD-Bundesinnenminister Otto Schily zu einem Scheitern des damaligen NPD-Verbotsverfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht gekommen sei. Ein erneutes Scheitern würde zu einer ungewollten Aufwertung der NPD führen, die organisatorisch ohnehin bereits schwer angeschlagen ist. Ein Parteiverbot löst das Problem des Rechtsextremismus nicht!", stellte Beuth klar.
Aus diesem Grund sei auch die öffentliche Aussage des Berliner SPD-Innensenators Körting zur Abschaltung von V-Leuten in der NPD höchst fahrlässig. "Ohne V-Leute verlieren gerade die Hüter der Verfassung den Einblick in weite Teile der NPD-Szene. Eine solche Entscheidung macht den Staat für Jahre blind gegenüber der rechtsextremistischen Szene!", sagte Beuth.

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