"An den Anlagen hier im Windpark Grebenhain-Hartmannshain kann man sehr gut die technische Entwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien sehen. Sie zeigt aber auch, dass eine umweltfreundliche, zuverlässige und preiswerte Energieversorgung rund um die Uhr nur über einen möglichst breiten Mix aller verfügbaren Energieträger zu erreichen ist. Dies schließt neben den Erneuerbaren Energien, wie der Windenergie, allerdings auch fossile Brennstoffe und mittelfristig auch die Kernenergie mit ein. Aus ideologischen Gründen bestimmte Energieträger ohne realistische Alternative auszuklammern, gleicht einer energiepolitischen Amokfahrt", sagte Peter Stephan, Sprecher für Umwelt und Energie der CDU-Landtagsfraktion bei einem Besuch des CDU-Arbeitskreises für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Windpark Grebenhain-Hartmannshain.

Empfangen wurde die Delegation vom Geschäftsführer der hessenENERGIE, Dr. Horst Meixner, der diese Entwicklung in den Kontext aktueller Diskussionen einordnete. Ursprünglich als reiner Test-Windpark sehr unterschiedlicher Typen von Windkraft-anlagen konzipiert, bestehe der Park seit der letzten Modernisierung im Jahr 2004 nur noch aus Anlagen mit einer Leistung von 1,5 MW. Die neuesten Anlagen erreichten bei einer Nabenhöhe von 80 m einen Jahresertrag von 3.200 bis 4.000 MWh, was einer jährlichen Volllastundenzahl von 2.100 bis 2.600 h entspricht. Wie die Abgeordneten erfuhren, liege dieser Wert deutlich oberhalb des Durchschnittes aller hessischen Windkraftanlagen. In Abstimmung mit der Gemeinde Grebenhain, die eigens dafür den Flächennutzungsplan geändert und einen Bebauungsplan aufgestellt habe, solle der Windpark perspektivisch um drei Anlagen mit einer Leistung von je zwei MW und einer Nabenhöhe von 108 m, dem heute "üblichen Standard", erweitert werden.
Stephan betonte, dass Windräder nur dann an naturschutzrechtlich und landschaftlich geeigneten Standorten errichtet werden sollten, wenn entsprechende Akzeptanz in der Bevölkerung vorhanden ist. "Hierzu können auch Bürgerwindparks einen Beitrag leisten", so Stephan.

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