"Mit dem ISET besitzen wir in Hessen ein bedeutendes Forschungsinstitut, das international hohes Ansehen genießt", sagte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Stephan, anlässlich eines Besuchs des Arbeitskreises für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU-Landtagsfraktion beim Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in Kassel.

Die Forschungstätigkeit des ISET erstrecke sich nicht nur, wie der Name vermuten lasse, auf den Bereich der Solarenergie. Vielmehr werde der gesamte Komplex der erneuerbaren Energien abgedeckt.

"Gerade der wichtige Aspekt der Integration der erneuerbaren Energien in die bestehenden Versorgungsnetze ist eine Spezialität des Institutes, welches gerade dort eine europaweite Führungsposition innehat. Auch die Bundesregierung greift mit ihrem Beirat für Globale Umweltveränderungen auf den anwendungsorientierten Kasseler Wissensschatz zu", erläuterte der CDU-Politiker.
Insofern sei es nicht weiter verwunderlich, dass die an der Universität Kassel als An-Institut agierende Forschungseinrichtung künftig als Fraunhofer-Institut arbeiten werde. "Dies wird einen enormen Schub in der Forschung bewirken. Damit kann sie ihrer Mittlerfunktion zwischen Grundlagenforschung und praktischer Anwendung noch besser nachkommen", ist sich Stephan sicher.
Die Abgeordneten erfuhren, dass das Institut die erneuerbaren Energien keineswegs nur eindimensional betrachte. "Der Beitrag, den einzelne Energieträger an der Energieversorgung leisten können, macht sich nicht allein an deren Potential fest. Vielmehr sind die Kosten ebenso zu berücksichtigen, wie auch deren Integrierbarkeit in vorhandene Versorgungsinfrastrukturen", führte der Umweltpolitiker aus.
Es spiele bei der Arbeit des ISET daher nicht in erster Linie eine Rolle, "was irgendwann einmal schön und wünschenswert" wäre, sondern das, was nach aktuellem Kenntnisstand objektiv auf kurze und mittlere Sicht zu erreichen sei. So erfuhren die Abgeordneten, dass beispielsweise die ökonomisch und ökologisch sinnvolle Nutzung der Biomasse deren Mitverbrennung in bestehenden Kohlekraftwerken sei. "Bei einer Brennstoffbeimischung von bis zu fünf Prozent ist dies ohne technische Änderungen möglich und der Klimaeffekt ergibt sich unmittelbar aus dem verringerten Kohleverbrauch." Stephan sicherte zu, dass die wertvolle Arbeit des ISET zur Untermauerung politischer Entscheidungen verstärkt herangezogen werde. "Dies ist im Hinblick auf unser erklärtes Ziel, den Energiebedarf in Hessen bis 2020 zu 20 Prozent auf erneuerbarer Grundlage zu bestreiten, von großer Bedeutung", so Stephan abschließend.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag