"Die Landesregierung streckt mit ihren Vorschlägen zu Erneuerbaren Energien die Hand aus, während die Grünen alte Gräben aufreißen", kritisierte der energiepolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Stephan, die heutige Pressekonferenz der Grünen zum Thema Energiepolitik. "Auch die Grünen sollten endlich die energiewirtschaftlichen Realitäten akzeptieren und in zentralen Fragestellungen einer sicheren, umweltverträglichen und preiswerten Energieversorgung zu einer unideologischen Politik finden." Wer wie die Grünen gleichzeitig Atomenergie und Kohlekraftwerke verteufele, bleibe die Antwort schuldig, wie ein wirtschaftsstarkes Land wie Hessen seinen Energiebedarf zuverlässig und für die Menschen bezahlbar decken solle. Selbst Joschka Fischer, so Stephan, habe jüngst die Kohlepolitik der Grünen einen "Riesenfehler" genannt.

 Die Kritik Al-Wazirs an der Nachhaltigkeitsstrategie wies Stephan zurück: "Die Nachhaltigkeitsstrategie ist ein kluger Ansatz, im breiten Dialog das Leben in Hessen ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig zu gestalten". Die Projektliste enthalte bereits eine Vielzahl an Vorschlägen aus den unterschiedlichsten Bereichen.
Im Übrigen sei er verwundert, dass seitens der Grünen die Bemühungen der Landesregierung für eine umweltfreundliche Energieversorgung kritisiert würden. „Der Vorschlag von Umweltministerin Silke Lautenschläger, die Kernenergie als Übergangstechnologie anzusehen und Laufzeitverlängerungen von Zahlungen zu Gunsten des Ausbaus Erneuerbarer Energien abhängig zu machen, ist zu begrüßen. Dieser Vorschlag sichert unsere Energieversorgung und fördert den Ausbau der erneuerbaren Energien“, betonte Stephan.
Der Energiesprecher signalisierte Unterstützung für das vorgesehene Energiekonzept 2020 der Landesregierung. Er hoffe durch „fraktionsübergreifende Schnittmengen und gemeinsame Ansätze“ hinsichtlich des Ausbaus erneuerbarer Energien auf eine breite Unterstützung. „Ich lade die Grünen herzlich ein, sich im Interesse einer nachhaltigen Energiepolitik mit Augenmaß in dieses Energiekonzept mit einzubringen“, sagte Stephan abschließend.

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