"Der alljährliche Tag des Baumes soll Ansporn für uns sein, uns den Nutzen der Bäume und einer schonenden Waldbewirtschaftung stets vor Augen zu führen und bewusst zu machen", sagte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Stephan, anlässlich der Pflanzung des Bergahorns, dem "Baum des Jahrs 2009", durch Agrarministerin Silke Lautenschläger in Fürth im Odenwald.

Der Umweltpolitiker informierte darüber, dass die letzte Bundeswaldinventur Hessen im Bundesvergleich einen "überdurchschnittlich hohen Anteil naturnaher und sehr naturnaher Baumartenzusammensetzungen" bescheinigt habe. "Die vorhandene Vielfalt in den hessischen Wäldern ist von hohem ökologischen Wert und gleichzeitig Garant für deren Attraktivität und deren hohen Erholungswert", erläuterte der CDU-Politiker.

Auch befänden sich die Holzvorräte sowie die Laubholz- und Totholzanteile der Bundeswaldinventur zufolge auf hohem Niveau. "Die aus Gründen des Klimaschutzes verstärkte Nutzung der Wälder als Energie- und Rohstofflieferant ist daher durchaus möglich, auch ohne das Nachhaltigkeitsprinzip zu verletzen, da in unseren Wäldern mehr Holz nachwächst als tatsächlich entnommen wird", führte Stephan aus.
Allerdings sei die nachhaltige Forstwirtschaft, wie sie in Hessen und Deutschland auf hohem Niveau praktiziert werde, dabei keineswegs selbstverständlich und schon seit jeher üblich. Stephan erinnerte daran, dass der Ursprung des "Tags des Baumes", den es in Deutschland seit 1952 gibt, durch die Mangelsituation der Nachkriegsphase geprägt war. "Durch den hohen Bedarf der Bevölkerung nach Brenn- und Baustoffen wurden die deutschen Wälder seinerzeit hoffnungslos übernutzt, Kahlschläge waren in nicht unerheblichem Ausmaß an der Tagesordnung. An eine schonende Waldbewirtschaftung, wie sie heutzutage nach guter fachlicher Praxis üblich ist, war damals nicht zu denken. Es ist gut, dass solche Zeiten vorüber sind", so der Umweltsprecher. Stephan begrüßte es abschließend, dass die CDU-FDP-Koalition die Förderung der nachhaltigen Forstwirtschaft in der Koalitionsvereinbarung festgeschrieben habe.

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