„Zur Realisierung der Energiewende ist der Netzausbau ein dringend benötigter Eckstein. Zwischen Nord und Süd wird eine neue Höchstspannungsleitung gebraucht, darüber herrscht auch Einigkeit. Mit den Planungen dafür kann auch nicht bis 2018 oder länger gewartet werden, sondern der Dialog vor Ort muss jetzt beginnen. Die von uns beantragte Anhörung hat deutlich die Komplexität dieses Themas aufgezeigt. Daher muss der Planungsprozess nicht nur sicherstellen, dass die Bedenken der Bürger einbezogen werden. Es muss auch gewährleistet sein, dass jeweils die aktuellste Technik bedarfsgerecht eingesetzt wird“, sagte der Energiepolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Peter Stephan, anlässlich der Anhörung im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss über den Stromnetzausbau in Hessen. Unter anderem hatten die Regierungsfraktionen beantragt, hierzu eine umfassende fachliche Anhörung durchzuführen (Drs. 19/184).

Stephan hob auch die Bedeutung eines breiten Dialoges hervor. „Letztlich wird man in jedem Fall dort bauen, wo die geringsten Belastungen für Mensch und Natur zu erwarten sind. Im Detail gilt es jetzt, offen, stetig und transparent mit den Menschen vor Ort die konkrete Ausgestaltung des Trassenverlaufes zu diskutieren, festzulegen und für Akzeptanz für diese notwendige Maßnahme zu werben.“

Die Landesregierung gewährleiste dies bereits im Rahmen ihrer Zuständigkeit. Ein Teil der neuen Strecken unterliege jedoch der Bundesfachplanung. Hier seien daher die Bundesregierung sowie die Übertragungsnetzbetreiber selbst gefordert. „Gerade in den durch den Ausbau besonders belasteten Bereichen muss hier noch weitere Arbeit geleistet werden. Ohne die Überzeugung, dass zur Schonung der Natur und der Menschen alles getan wurde, wird es auch keine Akzeptanz geben. Der Schutz der Belange der Bevölkerung muss dabei Vorrang haben“, so Stephan.

Bereits 2013 hatten Bundestag und Bundesrat im Bundesbedarfsplangesetz 36 vordringliche Projekte beschlossen. Der aktuelle Vorschlag der Netzbetreiber TenneT und TransnetBW für die längste Trasse („SuedLink“) soll ab 2022 über 800 Kilometer hinweg von Wilster (Schleswig-Holstein) aus in das bayerische Grafenrheinfeld führen. Der zweite Abschnitt soll von Brunsbüttel nach Großgartach in Baden-Württemberg reichen.

Zwischen Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) und Meitingen (Bayern) ist eine weitere große Trasse geplant (450 Kilometer). Das dritte Großprojekt reicht von Emden über Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nach Philippsburg (Baden-Württemberg).

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