„Auf den tragenden Säulen der Wahlfreiheit, Angebotsvielfalt und Bedarfsorientierung hat die Hessische Landesregierung in den zurückliegenden Jahren mit großer Entschlossenheit den Ausbau der Ganztagsangebote in Hessen vorangetrieben. Seit 1999 wurde die Zahl der Ganztagsangebote in Hessen von 138 auf 917 mehr als versechsfacht, so dass mittlerweile Jahr für Jahr im Ganztagsprogramm des Landes mehr als 1.600 Lehrerstellen zur Verfügung stehen. Im bundesdeutschen Vergleich liegt die Wahrnehmung der Ganztagsangebote durch die hessischen Schülerinnen und Schüler bereits um rund ein Drittel über dem Durchschnitt der 16 Bundesländer. Diese Erfolgsbilanz verdeutlicht eindrucksvoll die konsequente, kontinuierliche und tatkräftige Arbeit der Landesregierung beim weiteren Ausbau der Ganztagsangebote“, kommentierte die CDU-Landtagsabgeordnete, Petra Müller-Klepper, die Aktuelle Stunde im Hessischen Landtag zum Ausbau der Ganztagsangebote.
 
„Der Bericht des Hessischen Rechnungshofes für das zurückliegende Haushaltsjahr hat jedoch auch verdeutlicht, dass sich der Ausbau der Ganztagsangebote noch stärker am tatsächlichen Bedarf orientieren muss, da bestehende Ganztagsangebote entgegen der Behauptungen der Opposition seitens der Eltern und Schüler nicht überall gewünscht sind und daher auch nicht in allen Regionen gleichermaßen angenommen werden. Darüber hinaus verzeichnen Elternbefragungen seit Jahren eine klare Haltung gegen die von der SPD dogmatisch befürwortete flächendeckende gebundene Zwangsganztagsschule und für flexible und passgenaue Lösungen, die regionale und schulspezifische Besonderheiten ebenso berücksichtigen wie flexible Arbeits- und Betreuungszeiten. Wir werden daher auch künftig darauf achten, beim weiteren Ausbau der Ganztagsangebote den Eltern und Schülern keine ideologischen Modelle vorzuschreiben, sondern die bedarfsgerechte Angebotsvielfalt an Ganztagsmodellen aufrechtzuerhalten“, so Müller-Klepper.
 
„Ergänzend zu dem Ganztagsprogramm des Landes haben in diesem Sinne auch die jeweiligen Schulgemeinden vor Ort an den hessischen Grundschulen eine begrüßenswerte Vielfalt an Betreuungsangeboten geschaffen, die in Trägerschaft von Schulträgern, Elternvereinen und sonstigen rechtsfähigen Vereinigungen eine passgenaue und auf die jeweiligen regionalen Bedürfnisse ausgerichtete Betreuung der Schülerinnen und Schüler ermöglicht. Die Hessische Landesregierung stellt für diese Initiativen pro Schule und Haushaltsjahr eine pauschale Förderung von 5.112,92 Euro zur Verfügung, so dass die Schulträger flexibel und bedarfsgerecht über die Verwendung der Mittel entscheiden können. Als Folge des Ganztagsprogrammes des Landes und der Betreuungsangebote der Schulträger verfügen bereits heute 95 Prozent der hessischen Schulen über ein Betreuungsangebot. Gleichwohl werden CDU und GRÜNE die bestehenden Angebote auch künftig weiter ausbauen und mit dem von Ministerpräsident Volker Bouffier initiierten ‚Pakt für den Nachmittag‘ eine Ausweitung der Bildungs- und Betreuungsangebote für alle Grundschulkinder in Hessen umsetzen. Dadurch sollen die vor allem in Großstädten bestehenden Bedarfslücken geschlossen und zugleich gewährleistet werden, dass alle Eltern für ihr Grundschulkind ein freiwilliges Betreuungsangebot bis 17.00 Uhr vorfinden“, so Müller-Klepper.

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