„Entsetzt“ zeigte sich die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Petra Müller-Klepper von der heutigen Pressemiteilung der grünen Landtagsfraktion. Die Grünen hatten der Marketinggesellschaft „Gutes aus Hessen“ Lobbyinteressen vorgeworfen.

Hessen sei das erste Bundesland, in dem eine repräsentative Studie angefertigt worden sei, bei der nachgefragt wurde, was der Verbraucher unter der Bezeichnung „gentechnikfrei“ verstehe und welche Erwartungen er damit verknüpfe. „Dabei zeigt sich, dass die Erwartungen der Verbraucher schlichtweg von der Kennzeichnung nicht erfüllt werden. Nicht mehr und nicht weniger“, stellte die Landtagsabgeordnete klar.

Das Für und Wider zur Gentechnik, wie von den Grünen suggeriert, sei keinerlei Bestandteil der Untersuchung gewesen. Wenn ein Landwirt sich dazu entscheide, gentechnikfrei Futtermittel zu verwenden, dann sei eine Deklaration im Hinblick auf eben diese „gentechnikfreien Futtermittel“ statthaft und wahrheitsgemäß. „Wer in einem solchen Fall jedoch mit völliger Gentechnikfreiheit wirbt, täuscht den Verbraucher, da dieser nachweislich hierunter andere Vorstellungen hat“, fuhr die CDU-Politikerin fort. „Eine Änderung des Bezeichnungsrechts ist demzufolge überfällig“.
Auch wenn die in einer wissenschaftlichen Studie abgefragte und ausgewertete Verbrauchermeinung nicht in das Weltbild der Grünen passe, sei es in hohem Maße ungerechtfertigt, diese Fakten mit Lobbyinteressen für Industriekonzerne in Verbindung bringen zu wollen. „Die Landtagsfraktion der Grünen muss sich bei der Marketinggesellschaft „Gutes aus Hessen“ und der Universität Gießen als Verfasser der Studie entschuldigen", forderte Müller Klepper abschließend.

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