„Mit der Besinnung auf den Ursprung und der Betonung der Authentizität lagengeprägter Weine wird ins Bewusstsein gerückt, dass der Wein ein Kulturgut und ein Naturprodukt ist, und industriellen Produktionsmethoden sowie der Schaffung von Kunstweinen, wie sie in den USA praktiziert werden, eine klare Absage erteilt werden muss“, so Petra Müller-Klepper, die weinbaupolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag ist.

Es sei daher zu begrüßen, dass auch Hessens Umweltminister Wilhelm Dietzel ein so genanntes „Terroir-Konzept“ befürworte, welches sich positiv für den Rheingau auswirken werde. Die CDU-Politikerin teilte die Einschätzung, dass das Konzept interessante Möglichkeiten der Standortbewertung für die hessischen Weinbaugebiete biete. Zudem sei es ein guter Ansatz zur Betonung eines eigenständigen und Absatz fördernden Profils hessischer Weine aus dem Rheingau und von der Hessischen Bergstraße.

„Es geht darum, die Herkunft und die Originalität des Weins zu betonen, den Blick auf die Eigenheiten des Weinbergs, das Wirken des Winzers zu lenken", erläuterte Müller-Klepper. „Denn Boden, Kleinklima, Rebsorte und die Arbeit des Winzers sind bestimmend und charakterisierend für den Wein.“ Dieses Zusammenspiel werde mit dem Begriff „Terroir“ zusammengefasst. Jeder Wein habe seine charakteristischen Eigenschaften und Besonderheiten, die zwar je nach Jahrgang unterschiedlich ausgeprägt hervortreten, jedoch immer erkennbar und für die jeweilige Lage kennzeichnend bleiben.
Mit interessanten standorttypischen Weinen könnten der Rheingau und die Bergstraße ihr Profil als Weinbauregionen mit hohem Qualitätsstandard schärfen und die Vermarktung verbessern.

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