• UKGM leistet hervorragende Arbeit, nicht nur für die Region, sondern über Hessen hinaus
  • Zukunftspakt aus dem Jahr 2017 zwischen Land Hessen und der Rhön-Klinikum AG sorgt auch weiterhin für Investitionen, sichert Arbeitsplätze, und stärkt die Krankenversorgung in der Gesundheitsregion Mittelhessen
  • Opposition versucht, die Mitarbeiter vor Ort zu verunsichern

Die Situation des UKGM war heute das Thema einer Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst des Hessischen Landtages. Diskutiert wurde u. a. die Betreuungs- und Personalsituation vor Ort. Dazu erklärte der zuständige Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Ralf-Norbert Bartelt:

„Die heutige Sitzung des Wissenschaftsausschusses hat gezeigt, dass die Opposition nach wie vor keinerlei Interesse daran hat, die Lage der Hochschulmedizin in Hessen und Deutschland sach- und lösungsorientiert zu diskutieren. Nicht zuletzt haben sich auch Klinikdirektoren, Pflegekräfte und die Geschäftsführung zu der zuletzt diskutierten Kritik an der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Patienten entsprechend gemeinsam positioniert und sie abgelehnt.

Das Zukunftskonzept aus dem Jahr 2017 führte zu einem zusätzlichen Betrag von rund 15 Millionen Euro jährlich für die Finanzierung der vom UKGM erbrachten Leistungen für Forschung und Lehre. Erstmals wurde auf diese Weise die angemessene Vergütung der künftigen Steigerungen bei den Sach- und Personalkosten in Forschung und Lehre geregelt und damit ein dauerhaft diskutiertes Problem gelöst.

Das UKGM investiert zudem über einen Zeitraum von fünf Jahren mindestens 100 Millionen Euro: Am Standort Gießen sollen u. a. die Kinderherzklinik ausgebaut und an das Klinikum ein Erweiterungsbau hinzugefügt werden. Am Standort Marburg wird die Modernisierung der Klinik für Psychiatrie, die Sanierung des Zentral-OP A und der Intensivstationen sowie der Neubau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Angriff genommen.

Die Privatisierung war und ist daher trotz aller Herausforderungen eine Erfolgsgeschichte. Mehrere hundert Millionen Euro wurden und werden in Zukunft in die Errichtung und Sanierung von Gebäuden sowie die Modernisierung der Innenausstattung an beiden Standorten investiert. Dies hätte das Land in diesem Umfang nicht leisten können. Im Gegenteil drohte vor der Privatisierung sogar die Schließung des Standortes Gießen.

Das Pflegepersonal wird besser bezahlt, im Vergleich zu den Zeiten als die Kliniken noch vom Land alleine getragen wurden. Seit 2005 wuchs die Zahl der Beschäftigten im ärztlichen Dienst sowie beim Pflegepersonal deutlich an. Als vor einigen Jahren den Mitarbeitern die Rückkehr in den Landesdienst offenstand, entschieden sich 92 Prozent der Beschäftigten beim UKGM dagegen. Im Zukunftskonzept hat sich das UKGM auch dazu verpflichtet, auf betriebsbedingte Kündigungen für fünf Jahre zu verzichten, Auszubildende mit entsprechendem Leistungsprofil zu übernehmen und auf die Ausgliederung weiterer Betriebsteile zu verzichten.

Dies zeigt, dass das UKGM, trotz aller Probleme und Herausforderungen im Einzelnen, denen sich die Krankenhäuser und das Gesundheitswesen in Deutschland heute unabhängig von der Rechtsform oder dem Träger stellen müssen, ein leistungsfähiger und attraktiver Arbeitgeber ist. Die Privatisierung hat die Zukunft der Universitätsklinika an beiden Standorten langfristig gesichert.“

Hintergrund:

Das UKGM leistet hervorragende Arbeit, nicht nur für die Einwohner der Stadt selbst, sondern für die Region und über Hessen hinaus. Als höchste medizinische Versorgungsstufe übernehmen Universitätsklinika viele Patienten mit besonders komplexen und schweren Erkrankungen. Ihr Anteil an besonders teuren und aufwendigen Behandlungen ist im Vergleich zu anderen Kliniken deutlich höher.

Wesentliche Fragen der gesetzlichen Standards zur Krankenhausversorgung sowie zur Krankenhausfinanzierung außerhalb der Investitionen sind jedoch Angelegenheiten des Bundes. Auch die Problematik der Arbeitsverdichtung betrifft das Gesundheitssystem insgesamt und ist keine spezifische Frage der Rechtsform oder des Trägers eines Klinikums. Diese Frage greift die Landesregierung gegenüber dem Bund in großer Regelmäßigkeit auf.

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