"Die Ministerin hat heute im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Hessischen Landtages ausführlich Rede und Antwort gestanden. Es war genau die richtige Entscheidung, zur Vorbereitung der Zielvereinbarung mit den Hochschulen externen Sachverstand einer erfahrenen Unternehmensberatung hinzuzuziehen. Das ergibt sich allein schon aus der wachsenden Autonomie der hessischen Hochschulen, aber auch durch die Herausforderungen der zunehmenden Komplexität des Wissenschaftsbetriebes. So können die Hochschulen bei der eigenverantwortlichen Entwicklungsplanung, die nach dem neuen Hochschulgesetz notwendig ist, wirksam unterstützt werden. Bislang hat nur die Universität Kassel eine solche Planung vorgelegt. Das Ministerium ist zudem verpflichtet, sich den genannten Herausforderungen zu stellen und auf den Wandlungsprozess angemessen zu reagieren. Zur Beantwortung dieser Frage kann auch jemand hilfreich sein, der von außen kommt. Dabei verfügt das Beratungsunternehmen über ein entsprechend spezialisiertes Team, was die Ministerin ebenfalls deutlich gemacht hat", sagte der hochschulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Rafael Reißer, im Rahmen der heutigen Debatte im Ausschuss.

Nach Abschluss des Hochschulpaktes 2011 bis 2015 sind nun neue Zielvereinbarungen zwischen dem Wissenschaftsministerium und den Hochschulen notwendig. Das neue Hochschulgesetz sieht vor, dass zur Verwirklichung der Ziele der Entwicklungsplanung Zielvereinbarungen über die mehrjährige Entwicklung abgeschlossen werden. Diese Vereinbarungen beinhalten neben den fachlichen Schwerpunktsetzungen im grundständigen Studienangebot und bei der Forschung auch die Förderung der Qualität von Lehre und Forschung, die Konzepte für den Wissens- und Technologietransfer mit der Wirtschaft, die Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit sowie die Förderung von Frauen und des wissenschaftlichen Nachwuchses.
"Zielvereinbarungen sind eines der wichtigsten hochschulpolitischen Steuerungsinstrumente. Sie bilden den Rahmen der künftigen Entwicklung der hessischen Hochschulen. Deshalb ist es sinnvoll, die Verhandlungen auch mit externem Sachverstand zu begleiten. Die Ministerin hat hier die richtige Entscheidung getroffen", so Reißer abschließend.

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