Bei einem Besuch des Arbeitskreises Wissenschaft und Kunst der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag im Römerkastell Saalburg erläuterte Museumsleiter Professor Dr. Egon Schallmayer eingehend den Stand der Erweiterungen sowie die museale Konzeption. "Das UNESCO-Weltkulturerbe Limes und das rekonstruierte Römerkastell ermöglichen eine einmalige Reise in die Antike. Hier wird Geschichte unmittelbar erlebbar und lebendig", so der Arbeitskreisvorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Rafael Reißer.

"Die Landesregierung hat die herausragende Bedeutung der Saalburg früh erkannt. Bereits 2003 begann durch die Rekonstruktion weiterer Gebäude der Ausbau zu einem Archäologischen Park. Insgesamt hat das Land in die verschiedenen Projekte 6,8 Millionen Euro investiert. Im Rahmen eines Investitionsprogramms des Bundes für nationale UNESCO-Welterbestätten erhält die Saalburg als Bestandteil des Welterbes Limes zudem zusätzliche 734.000 Euro für weitere Sanierungsmaßnahmen, die durch das Land Hessen um 1,44 Millionen Euro aufgestockt werden", sagte Reißer.
Die Saalburg, ein Römerkastell aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert, wurde um 1900 als Freilichtmuseum und Forschungsinstitut wieder aufgebaut. Im Frühjahr 2003 begannen dann die Bauarbeiten mit der Erweiterung des Institutsgebäudes "Praetorium", das im Frühjahr 2004 bezogen wurde. Mit dem Bau des Museumsgebäudes "Fabrica" für Ausstellungen, Veranstaltungen und Museumspädagogik wurde im Herbst 2006 begonnen und im Herbst 2008 seiner Bestimmung übergeben. Mit der Errichtung der römischen Streifenhäuser wurde im Herbst 2007 begonnen, mit dem Umbau des Bauhofes und der Neugestaltung des Außengeländes im Herbst 2008. Alle drei Projekte wurden im Juni 2009 fertig gestellt.

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