„Der erste Tag Sommerbereisung des Arbeitskreises Sozial- und Integrationspolitik der hessischen CDU-Landtagsfraktion, die in diesem Jahr unter Begleitung von Staatssekretär Dr. Dippel nach Nordhessen führte, stand mit dem Besuch von 3 Rehakliniken beziehunsgweise Akutkliniken in Bad Wildungen ganz im Zeichen der Gesundheitspolitik“, stellte der Sozialpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Dr. Ralf-Norbert Bartelt, fest. „Unser Anliegen ist es, mit Kliniken ins Gespräch zu kommen. Wir wollen Anregungen für die Gesundheits- und Sozialpolitik gewinnen und uns ein eigenes Bild vor Ort machen“, ergänzte Bartelt. „Der direkte Austausch ist durch nichts zu ersetzen. Praktiker und Betroffene vor Ort können am besten einen nachhaltigen Eindruck vermitteln“, ergänzte die Vorsitzende des Sozial- und Integrationspolitischen Ausschuss und heimische CDU-Landtagsabgeordnete, Claudia Ravensburg.
 
Im Mittelpunkt des ersten Besuchs in der Klinik Birkental der Klinikgruppe Hartenstein stand die Darstellung der aktuellen Situation in der stationären Rehabilitation. Die Geschäftsführer der Klinikgruppe Hartenstein  Jens und Silke Hartenstein, Herr Breiksch (Verwaltungsdirektor der Klinik Birkental) sowie die ärztliche Leitung stellten die Schwerpunkte der Klinikgruppe in Bad Wildungen die Anschlussheilbehandlung (AHB),die berufliche Rehabilitation im Bereich Orthopädie, die Psychosomatik und die Onkologie mit dem Schwerpunkt Prostataerkrankungen, vor. Prof. Otto stellte das neu gegründete Urologische Kompetenzzentrum für die Rehabilitation, welches im letzten Monat einen Wissenschafts-Preis erhalten hat, vor. "Wir konnten uns vor Ort ein Bild von der vorbildlichen Arbeit in den beiden Kliniken machen, mit dem Ziel die Patienten nach operativen Eingriffen wieder fit für die Rückkehr auf den Arbeitsplatz zu machen  und eine möglichst hohe Lebensqualität wieder herzustellen“, so Bartelt. Davon konnten sich die Besucher auch beim Rundgang durch die Klinik überzeugen. Besondere Aufmerksamkeit fanden der neu errichtete Wohnpark für Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation, wo Alltagskompetenzen und spezielle Fertigkeiten, die bei Rückkehr auf den Arbeitsplatz notwendig sind, mit ergotherapeutischer Hilfestellung wiedererlernt werden können.
 
Im Anschluss besuchte der CDU-Arbeitskreis Sozial- und Integrationspolitik die Parklandklinik in Bad Wildungen. Im Fokus stand hier bei der Besichtigung und den Gesprächen mit Herrn Dahlhaus (Verwaltungsdirektor)und Herrn Dr. Irmgart (Chefarzt) die Themen Allgemeine Psychosomatik, Essstörungen, Psychotraumata und Rehabilitation. „Die Parklandklinik Bad Wildungen hat sich auf die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen spezialisiert. Patienten mit Essstörungen wie Adipositas oder Anorexie und Bulimie werden hier ebenso behandelt, wie Patienten mit Traumata oder Burn Out. Besondere Aufmerksamkeit fand das Interkulturelle Kompetenzzentrum, wo auf die besonderen Bedürfnisse von Patienten mit Migrationshintergrund und deren Kultur eingegangen wird. Wir haben großen Respekt vor der Leistung, die hier erbracht wird. Beeindruckend ist, welche hohen qualitativen Maßstäbe in den hochspezialisierten Rehakliniken für die Versorgung der Patienten angelegt werden“, erklärte Bartelt.
 
Die Zukunft der stationären Rehabilitation stand anschließend im Fokus beim Gespräch mit der Geschäftsleitung der Wicker Klinik Gruppe. Der Geschäftsführer der  Werner-Wicker-Klinik Herr Dr. rer.pol. K.H. Vornholt und Frau Christine Wicker betonten, dass durch die längere Lebensarbeitszeit und den Fachkräftemangel die berufliche Rehabilitätion eine immer größere Bedeutung bekomme und volkswirtschaftlich unverzichtbar sei. Beim hohen Personalkostenanteil von etwa 60 Prozent müsse bei der Verhandlung der Pflegesätze aber ebenso wie in den Akutkliniken den Personalkostensteigerungen Rechnung getragen werden, sonst sei die hohe Qualität nicht mehr zu leisten. Ziel sei eine geregelte Dynamisierung der Behandlungssätze auch durch die Rentenversicherungsträger. Dafür wollen sich die hessischen CDU-Gesundheitspolitiker in der Diskussion auf Bundesebene einsetzen, sicherte Bartelt zu, der das Anliegen der Kliniken gut nachvollziehen kann. Abschließend konnten die CDU Politiker noch die Werner-Wicker-Klinik und insbesondere das Orthopädische Schwerpunktklinikum für Rückenmarkserkrankungen, besichtigen**.**
 
Am zweiten Tag der Sommerreise besuchte der Arbeitskreis die K+S Aktiengesellschaft in Kassel. Im Gespräch mit Herr Dr. Thomas Nöcker, Mitglied des Vorstands, standen hauptsächlich sozial- und integrationspolitische Themen im Mittelpunkt. Beim Thema Frauen in Führungspositionen erklärte die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag Claudia Ravensburg: „Es bleibt unsere Aufgabe, die gleiche Beteiligung von Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft noch selbstverständlicher zu machen. Wir begrüßen daher das Ziel von K+S den Frauenanteil in Führungspositionen bis 2020 im Vergleich zu 2010 um ca. 30% zu steigern. Damit soll laut K+S ein Anteil von Frauen in Führungspositionen erreicht werden, der demjenigen der weiblichen Belegschaft an der Gesamtbelegschaft in Deutschland entspricht.“ Bartelt ergänzte: „K+S kann außerdem ein Vorbild beim betrieblichen Gesundheitsmanagement sein. Gerade in der heutigen Zeit ist ein leistungsfähiges Gesundheitsmanagement  auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels von großer Bedeutung. K+S hat uns innovative Konzepte gezeigt, wie man Arbeitsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeiter nachhaltig erhalten bzw. verbessern kann.“
 

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