Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Ralf-Norbert Bartelt, sagte anlässlich des Vertragsabschlusses zwischen dem Verband der Ersatzkassen (vdek) in Hessen und der Landesarbeitsgemeinschaft Palliativversorgung Hessen (LAPH), sowie der noch laufenden Verhandlungen mit den Primärkassen (AOK, BKK und IKK): "Wir werden den Ausbau der Palliativmedizin weiter unterstützen. Daher appellieren wir auch an die Verhandlungspartner LAPH und die Primärkassen, zügig zu einem Abschluss zu kommen. Die Versorgung von Patienten mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung muss hessenweit gewährleistet werden. Zudem muss die Behandlung dieser Patienten einen intensiveren Eingang in die medizinische Grundausbildung erhalten, um eine qualitativ hochwertige ambulante palliativmedizinische Versorgung auch künftig sicher zu stellen." Das Gesetz zur Regelung des Assistenzpflegebedarfs im Krankenhaus sieht daher vor, die Aufnahme der Palliativmedizin als Pflichtlehr- und Prüfungsfach im Rahmen des Medizinstudiums in die Approbationsordnung für Ärzte aufzunehmen.

"Der Bedeutung der Palliativmedizin wird bereits jetzt an den hochschulmedizinischen Standorten in Hessen in verschiedenen Bereichen Rechnung getragen", sagte der Gesundheitsexperte. So gebe es beispielsweise am Standort Gießen einen Fachbereich Palliativmedizin sowie eine Palliativstation in der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums. Hingewiesen werden könne auch auf das neue Zentrum für Palliativmedizin in der Onkologie am akademischen Lehrkrankenhaus Nordwest in Frankfurt. Zudem habe sich am Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) des Uniklinikums Frankfurt, im Rahmen der integrierten Versorgung und Betreuung von Tumorpatienten, ein eigener Arbeitsbereich Palliativmedizin etabliert. "Die Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung insgesamt ist eine wichtige Aufgabe und erfordert weiterhin unser Engagement", so Bartelt.
 

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