„Dies ist ein Zeichen der Hoffnung für viele betroffene Menschen und ein wichtiges Signal für den Wissenschaftsstandort Hessen: Die Inbetriebnahme der Partikeltherapieanlage wird ein Meilenstein in der Spitzenforschung in Hessen und im bundesweiten Vergleich sein“, begrüßte der Hochschulmedizinische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Ralf-Norbert Bartelt, die Mitteilung des Wissenschaftsministeriums, dass die Beteiligten nun die Verträge für die Aufnahme des regulären Betriebs des Partikeltherapiezentrums am Universitätsklinikum Gießen-Marburg unterzeichnet hätten. Im April hatte die Rhön-Klinikum AG bekanntgegeben, dass man sich mit der Siemens AG, dem Universitätsklinikum Heidelberg sowie der Philipps-Universität Marburg auf Eckpunkte hinsichtlich des Erwerbs der Partikeltherapieanlage, dem Betrieb der Anlage sowie der Forschungskooperation verständigt und die dazu erforderlichen Gremienbeschlüsse zur Umsetzung in entsprechende Verträgen und Regelungsabsprachen sowohl im Investitionsausschuss als auch im Aufsichtsrat bereits getroffen habe.

Der Forschungskooperationsvertrag sei in enger gemeinsamer Abstimmung zwischen den Experten aus Heidelberg und Marburg erarbeitet worden. Er regele die Zusammenarbeit im Bereich der Patientenbehandlung, der klinischen Forschung und der Strahlenforschung. „An den Verhandlungen und ihrem Gelingen haben neben dem Rhön-Klinikum und der Siemens AG auch die Universitäten in Heidelberg und Marburg und deren Klinika sowie der Marburger Fachbereich Medizin teilgenommen. Nun muss das entwickelte Modell seine Tragfähigkeit beweisen“, erklärte Bartelt. Die geplante Gesellschafterkonstruktion sei nach intensiver und sorgfältiger Prüfung durch das Land auf Zustimmung gestoßen, da die Zwecke für Forschung und Lehre in Bezug auf die Universität Marburg vollumfänglich gewahrt worden seien. Die Rhön-Klinikum AG werde nun die entsprechenden Mittel zum Kauf der Anlage und zum Betrieb zur Verfügung stellen.

„Im Bereich der Onkologie ist die mittelhessische Universitätsmedizin bereits heute ein national und international anerkannter Standort für Forschung und Lehre. Die länderübergreifende wissenschaftliche Kooperation im Bereich der Onkologie stellt eine große Chance dar, die sowohl dem Wohle der Patienten als auch dem medizinischen Erkenntnisfortschritt dient. Mit dem heutigen Tag und der für 2015 zu erwartenden regelbetrieblichen Patientenbehandlung werden die universitätsmedizinischen Lehr- und Forschungsstandorte Gießen und Marburg dabei zusätzlich gestärkt“, so Bartelt.

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