• Wir haben zu Beginn der Krise schnell und entschlossen gehandelt!
  • Auf uns können die Menschen auch in der Krise vertrauen!
  • Wir gehen mit neuen Erfahrungen und neuen Stärken in die Zeit nach der Krise!
  • Insgesamt bis zu 142 Millionen Euro für digitale Endgeräte

Anlässlich des heutigen Setzpunktes der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag zum Thema ‚Corona und Schule‘ und zum 11. Gesetz zur Änderung des Hessischen Schulgesetzes, erklärte der bildungspolitische Sprecher, Armin Schwarz:

„Seit mehr als zehn Wochen meistern viele Familien in der Corona-Pandemie eine außergewöhnliche Situation. Das häusliche Lernen der Kinder muss mit dem Berufsalltag organisiert werden, gleichzeitig erfolgt die Betreuung jüngerer Geschwisterkinder und irgendwie natürlich auch die Erledigung alltäglicher Arbeiten und Pflichten. Dafür gebührt allen Eltern, Lehrkräften, Sozialpädagogen sowie der Schulverwaltung Anerkennung und Dank. Die Hessische Landesregierung hat seit Beginn der Corona-Krise konsequent und planvoll agiert. Der Erfolg der hessischen Schulpolitik begründet sich im Wesentlichen auf drei Punkte:

1. Wir haben zu Beginn der Krise schnell und entschlossen gehandelt!
Die Schulen wurden in kürzester Zeit geschlossen und haben vor der Wiederaufnahme des Schulbetriebs im April vom Kultusministerium und den Schulämtern umfassendes Unterstützungsmaterial zum Lernen zu Hause und zur Schulorganisation bekommen. Das schriftliche Abitur wurde, trotz vieler Bedenkenträger, unter entsprechenden Vorkehrungen erfolgreich geschrieben. Die Teilnahmequote betrug 96 Prozent, obwohl die Teilnahme den Schülern freigestellt war. Auch den Schülerinnen und Schülern anderer Schulformen geben wir selbstverständlich die Chance, ihre Abschlussprüfungen zu absolvieren. Zudem wurden über 300 Schulen wurden in kürzester Zeit zusätzlich an das Schulportal angeschlossen, damit das Lernen zu Hause gut funktioniert hat und eine Notfallbetreuung wurde an den Schulen gewährleistet – auch während der Feiertage und der Osterferien

2. Auf uns können die Menschen auch in der Krise vertrauen!
Wir tun alles, damit die Schülerinnen und Schüler keinen Corona-Malus erhalten. Deshalb ändern bzw. passen wir das Hessische Schulgesetz befristet für die Zeit der Corona-Krise an verschiedenen Stellen an, um gesetzliche Flexibilität zu ermöglichen: So können zukünftig beispielsweise Sitzungen z.B. des Elternbeirates oder Lehrerkonferenzen digital stattfinden. Die Wiederholung einer Klassenstufe erfolgt in diesem Schuljahr ausnahmsweise nur auf freiwilliger Basis. Und es werden Konzepte erarbeitet, über die Schülerinnen und Schüler u.a. auch während der Sommerferien Unterstützung bekommen und Unterrichtsstoff nachholen können.

Darüber hinaus haben wir die drei Öffnungsschritte mit einem Hygienekonzept und Hygieneausstattungen abgesichert. Die Schulen vor Ort konnten sich auf Basis dieser Hygienepläne auf die Beschulung unter den besonderen Bedingungen des Infektionsschutzes vorbereiten. Wir unterstützen die Schulträger vor Ort bei der Einhaltung der Hygienevorgaben in den Schulen mit der Bereitstellung von bisher knapp 1,5 Millionen Mund-Nase-Schutzmasken und vielen tausend Litern Desinfektionsmittel.

3. Wir gehen mit neuen Erfahrungen und neuen Stärken in die Zeit nach der Krise!
Die Kombination aus Präsenzunterricht und häuslichem Lernen wird uns sehr wahrscheinlich auch im neuen Schuljahr begleiten. Diese Notwendigkeit gibt aber auch dem Digitalisierungsprozess einen immensen Schub. Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sammeln gerade vielfältige Erfahrungen, wie zu Hause gelernt wird, wie dieser Prozess begleitet und mit dem Präsenzunterricht intensiv verzahnt werden muss. Viele Familien wissen zu schätzen, welche Leistungen Lehrkräfte täglich in Schule und Unterricht erbringen.
Das Schulportal Hessen, unsere digitale Unterrichtsplattform, bietet dazu eine herausragende und standardisierte Grundlage. Wir werden allen Schulen den Anschluss an das Schulportal bis zum Start des neuen Schuljahres – und damit ein Jahr früher als geplant – ermöglichen.
Die Mittel des Bundes für digitale Endgeräte für bedürftige Schüler stocken wir um weitere 5 Millionen Euro Landesmittel auf. Damit stehen zusammen mit den 20 Prozent für digitale Endgeräte aus dem DigitalPakt insgesamt bis zu 142 Millionen Euro für digitale Endgeräte bereit.

Die überwiegend positiven Rückmeldungen der Schulen nach den ersten Unterrichtstagen sind nicht zuletzt auf das verantwortungsbewusste Verhalten der Schülerinnen und Schüler und die gute Vorbereitung an den Schulen zurückzuführen. Auf den gestärkten Digitalisierungsprozess, die Hygienebausteine und die vielfältigen Erfahrungen aus der Zeit der Corona-Krise kann sich unser Bildungssystem in der Zeit nach Corona stützen.“

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Ansprechpartner

Armin Schwarz

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher im Kulturpolitischen Ausschuss

+49 5631 503330
a.schwarz@ltg.hessen.de