• Hindernis der Nachwuchsgewinnung überwinden

  • Erhöhung der Attraktivität der heilberuflichen Ausbildung durch die Schaffung von Schulgeldfreiheit

  • Reform der Gesundheitsfachberufe wird aktuell in einer Bund-Länder-Fachgruppe geprüft

Anlässlich der heutigen Plenardebatte zum Thema „Schulgeldfreiheit für die therapeutischen Heilberufe in Hessen“ erklärte die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Claudia Ravensburg:

„Wir haben großes Verständnis für das Anliegen der Therapeuten, dass die Ausbildung in den Heilberufen attraktiver werden muss. Dort zeichnen sich seit geraumer Zeit Fachkräfteengpässe ab. Angesichts einer älter werdenden Gesellschaft und der damit verbundenen Veränderungen bei den Krankheitsbildern wird die Versorgung mit Heilmitteln aber immer wichtiger. Die Schaffung von Schulgeldfreiheit in den Gesundheitsfachberufen ist daher ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Attraktivität der Ausbildungen in diesen Berufen. In diesem Sinne haben sich auch in Hessen die Regierungsfraktionen im Koalitionsvertrag für die 20. Legislaturperiode für eine Kostenfreiheit der Ausbildung verknüpft mit einer Ausbildungsvergütung positioniert.

Eine Reform der Gesundheitsfachberufe wird aktuell in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe des Bundesministeriums für Gesundheit geprüft. Im Rahmen dieser Arbeitsgruppe, in der das Land Hessen ebenfalls vertreten ist, wird neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen auch die Finanzierung der Ausbildung thematisiert und eine Reformierung eingehend geprüft. Eine inhaltliche Abstimmung mit den weiteren Ländern ist dabei wichtig, um eine möglichst einheitliche Lösung für das gesamte Bundesgebiet zu erarbeiten. Bis Ende 2019 sind Eckpunkte als Basis für notwendige gesetzliche Änderungen geplant.

Bereits in der Vergangenheit wurden wichtige Maßnahmen beschlossen, um der gestiegenen Bedeutung der Heilmittelversorgung Rechnung zu tragen und um die Tätigkeit im Bereich der Heilmittelversorgung auch finanziell attraktiver zu gestalten. Dazu gehören Maßnahmen im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung vom 16. Juli 2015 sowie im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung vom 4. April 2017. Zudem wurden Verbesserungen in der Heilmittelversorgung im Rahmen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes angestoßen.

Mein Dank gilt den Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Podologen und Diätassistenten, die einen unschätzbaren Wert für die gesundheitliche Versorgung in Deutschland und auch in Hessen leisten. Meine Fraktion wird sich dafür einsetzen, dass die Ausbildung in diesen wichtigen Gesundheitsberufen in Zukunft attraktiver wird.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ansprechpartnerin

Claudia Ravensburg

Sozialpolitische Sprecherin, Mitglied im Ältestenrat, Mitglied im Präsidium

+49 5621 964665
kontakt@claudia-ravensburg.de