„Die Grünen sabotieren auch dieses Zukunftsprojekt der Deutschen Bahn: Stellvertretend für die Parteifreunde in Stuttgart rütteln auch die hessischen Grünen kräftig am Bauzaun, demonstrieren gegen das Bahnhofsprojekt ‚Stuttgart 21‘ und fordern einen ‚Ausstieg‘, der rund zwei Milliarden Euro kosten und damit zahlreiche Schienenprojekte gefährden würde. Fakt ist aber: Wenn der neue Bahnhof einmal gebaut ist, werden die Grünen die Vorteile gerne mitnehmen: Durch den Neubau und die Modernisierung kann mehr Verkehr auf die Schiene verlagert, und die Reisezeiten für Bahnkunden können erheblich verkürzt werden. Die bessere Anbindung der Innenstadt an den Flughafen sowie städtebauliche Effekte durch die Entstehung eines völlig neuen Stadtteiles sind ebenfalls Ziele dieses Neubaus. Einmal mehr agieren die Grünen nach dem Motto ‚Wasch‘ mir den Pelz, aber mach‘ mich nicht nass‘. Sie schmücken sich mit einer erfolgreichen Schlichtung und den durchgesetzten Sonderwünschen, schieben die finanziellen Konsequenzen jedoch an die Deutsche Bahn und den Bund ab“, erklärte der Verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Ulrich Caspar, in der Plenardebatte zum Bahnprojekt „Stuttgart 21“. 

Caspar kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Positionierung der rot-grünen Landesregierung in Stuttgart: „Die Grünen in Baden-Württemberg müssen endlich das eindeutige Votum der demokratischen Volksabstimmung für das Schienenverkehrsprojekt ‚Stuttgart 21‘ akzeptieren und nicht länger hintertreiben. Die Landesregierung in Baden-Württemberg treibt ein doppeltes Spiel, weil sie die grünen Berufsdemonstranten nicht verprellen möchte. Es ist deshalb gut, dass der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Baden-Württemberg, Claus Schmiedel, klargestellt hat, dass die dortige Landesregierung ‚nicht der Befehlsempfänger des grünen Parteivorstands' sei“, erklärte der CDU-Verkehrspolitiker. 

Gleichzeitig sei klar, dass die in jüngster Zeit diskutierten Kostensteigerungen bei Großprojekten der öffentlichen Hand, wie etwa dem neuen Berliner Flughafen „Willy Brandt“ oder der Elbphilharmonie in Hamburg, insgesamt dem Ruf Deutschlands schaden würden: „Wir müssen bereits vor dem ersten Spatenstich wieder mehr Transparenz und Ehrlichkeit bei den Baukosten und -zeiten erreichen. Daher ist es eine gute Entscheidung von Bundesminister Peter Ramsauer, diese Projekte durch eine Expertenkommission überprüfen zu lassen, welcher auch der ehemalige Ministerpräsident und jetzige Vorstandsvorsitzende von Bilfinger SE, Roland Koch, angehört. Er vereint Managementerfahrung und das Wissen um politische Prozesse. Damit können nachhaltige Verbesserung bei der Planung und Umsetzung großer Zukunftsprojekte erreicht werden“, zeigte sich Caspar abschließend überzeugt.
 
 
 

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