Zu der vom BUND, dem NABU und dem VCD erhobenen Forderung nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h auf dem die Umweltzone der Stadt Frankfurt begrenzenden Autobahnring aus A3, A5, A 661 und den sich in der Umweltzone befindenden, aber ausgenommenen Teilstücken von A66 und A648, sagte heute in Wiesbaden der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Ulrich Caspar: "Für die Verkehrsdrehscheibe und den Wirtschaftsstandort Hessen ist ein zügiger Verkehrsfluss und eine effiziente Nutzung der Infrastruktur von zentraler Bedeutung. Wenn hier eine unnötige Geschwindigkeitsbeschränkung gefordert wird, dann zeigt dies nur fehlenden verkehrspolitischen Sachverstand. Hessen lebt von der Mobilität, nicht ihrer Verhinderung."

Zur Feinstaubentwicklung trügen vor allem Lkws bei, für die ohnehin bereits eine Geschwindigkeitsbeschränkung bestehe. "Auf den viel befahrenen Straßen um Frankfurt - allein am Frankfurter Kreuz rund 300.000 Kfz am Tag - ist ein zügiger Verkehrsfluss notwendig. Staus mit Abbremsen und Anfahren führen dagegen nur zu einer höheren Feinstaubentwicklung. Diese Logik des BUND erschließt sich daher nicht", sagte Caspar.
Weitere Hauptverursacher von Feinstaub seien zudem Industrie und Gebäudeheizungen. Zudem sei die Feinstaubentwicklung sehr wetterabhängig und abhängig von Niederschlagsentwicklung und Windstärke. Vor allem im Sommer oder bei Inversionswetterlagen im Wetter seien hohe Werte zu verzeichnen: "Das können wir nicht verändern oder verbieten. Aber von 2002 bis 2008 hat sich der durchschnittliche Feinstaub-Jahresmittelwert in Hessen um ein Drittel von gut 30 auf jetzt weniger als 20 Mikrogramm pro Kubikmeter verringert. Die Feinstaubbelastung in Hessen ist damit im Jahr 2008 auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen zurück gegangen. Das zeigt: Unüberlegter Aktionismus führt zu keinen Verbesserungen!", so Caspar abschließend.

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