Als „abwegig und zynisch“ hat der Verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Ulrich Caspar, die Vorwürfe der grünen Abgeordneten Karin Müller zurückgewiesen, die Verkehrspolitik von CDU und FDP erhöhe das Risiko im Straßenverkehr zu Tode zu kommen: „CDU und FDP setzen bei der Verkehrssicherheit auf die Erneuerung und den Ausbau von Autobahnen, Straßen, Kreisverkehren und Ortsdurchfahrten, um so Unfallschwerpunkte gezielt zu entschärfen. Das Risiko auf einer Landstraße tödlich zu verunglücken ist um ein mehrfaches höher als auf einer Autobahn. Werfen wir deswegen den Grünen vor, dass sie als Autobahnverhinderer viele Verkehrstote zu verantworten haben? Nein! Hessen ist auch bundesweit Spitze bei der konsequenten und effektiven Nutzung intelligenter Verkehrssteuerung, etwa beim Baustellenmanagement, der temporären Seitenstreifenfreigabe oder von Verkehrsleitsystemen. Dies ist ein deutlicherer und nachhaltigerer Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr als die Forderung nach einem Masterplan ‚Null Verkehrstote‘, die den Menschen Sand in die Augen streut, da es leider keine absolute Sicherheit geben kann. Wir verlangen, dass sich die Abgeordnete Müller für ihre Entgleisung entschuldigt“, so Caspar.                                                                                                                            

Der CDU-Verkehrsexperte kritisierte die Argumentation der Grünen scharf: „Die Grünen wollen das menschliche Leid bei Verkehrstoten politisch instrumentalisieren. Alle Fakten werden aus ideologischen Gründen verdreht. Wenn man sich die aktuelle Meldung des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Unfallzahlen in Deutschland ansieht, dann wird man feststellen, dass leider auch in Bremen, Rheinland-Pfalz und Sachsen die Zahl der Verkehrstoten angestiegen ist. In den beiden erstgenannten Ländern tragen rot-grüne Landesregierungen die Verantwortung, nicht CDU und FDP. Im Zeitraum von 1998 (als Rot-Grün in Hessen regierte) bis 2012 konnte zudem in Hessen mehr als eine Halbierung der Unfalltoten erreicht werden. Und auch die Lieblingsforderung linker Verkehrsideologen nach einer generellen Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen auf 130 km/h ist bei näherer Betrachtung nicht schlüssig, da im Vergleich zu 2011 die Zahl der Getöteten auf hessischen Autobahnen um 5 auf 36 gesunken ist.“ 60 Prozent der Unfallopfer kämen auf Landstraßen um, 28 Prozent innerorts und nur 12 Prozent auf Autobahnen. In acht Bundesländern sei zudem die Zahl der Verkehrsopfer pro einer Million Einwohner höher als in Hessen.
 
Caspar abschließend: „Die Anzahl der Verkehrsopfer hängt auch mit dem Wetter und der wirtschaftlichen Entwicklung zusammen: Je mehr Pkw und Lkw auf den Straßen unterwegs sind, desto höher ist leider auch die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls. Es ist zutiefst abscheulich, dass die Grünen den Tod von Menschen parteipolitisch einsetzen.“
 
 

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