Mit dem bundesweiten „Nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ wird seit 2015 immer am 20. Juni die Erinnerung an das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg lebendig gehalten und gleichzeitig zur Verantwortung und Versöhnung gemahnt. Dazu sagte der Sprecher für Heimatvertriebene der CDU-Landtagsfraktion, Max Schad:

„Der Gedenktag hat sich als eine feste Größe im Jahresverlauf etabliert. Er erinnert an die vielen Menschen, die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation wurden. Viele leiden noch heute darunter. Es bleibt dauerhafter Auftrag, über die Erlebnisgeneration hinaus das Schicksal und die Leistungen der Heimatvertriebenen im Bewusstsein zu halten. Als Bürger in einer freiheitlich-rechtsstaatlichen Demokratie leisten wir alle mit dem regelmäßigen Erinnern auch einen Beitrag dazu, dass Populisten und Demagogen mit einfachen Botschaften und Parolen möglichst wenig dauerhafte Erfolge haben.

Heimat vermittelt eine kraftvolle Botschaft – eine Botschaft, die nicht zuerst Vergangenes meint, sondern die für den Zusammenhalt der Gesellschaft, auch für die Zukunft, steht. Hessen wurde für die Vertriebenen und Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem neuen Zuhause: Rund eine Millionen Menschen – darunter 400.000 Sudentendeutsche, 200.000 Schlesier und 100.000 Ostpreußen – haben hier eine neue Heimstätte gefunden und kraftvoll daran mitgewirkt, Hessen nach dem zweiten Weltkrieg aufzubauen und sich selbst eine neue Heimat zu schaffen. Dies zählt zu den großen Erfolgen in der Landesgeschichte und ist auch ein Teil des Fundaments, auf dem Hessen heute so erfolgreich dasteht. Die Leistungen der Heimatvertriebenen sind uns Verpflichtung und Auftrag für die Zukunft unseres Landes.“

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