Der energiepolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Jörg Michael Müller, zum neuen Verlauf der SuedLink-Gleichstromtrasse durch Osthessen:

„Um den in den nördlichen Windparks onshore sowie offshore produzierten Strom in die südlichen Ballungsräume zu transportieren, soll die neue Gleichstromtrasse SuedLink per Erdkabel gebaut werden. Der Trassenverlauf ist wegen der erheblichen Einschnitte für Natur und Anwohner umstritten. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) lässt mit ihrem neuen Planungsbeschluss rund 59 Kilometer durch den Werra-Meißner-Kreis verlaufen, die zahlreiche komplizierte Bohrungen nötig macht, die das Grundwasser gefährden. Allein 12 Mal soll die Werra unterquert werden. Diese Neuplanung ist weder fachlich gerechtfertigt, noch wird sie den Sorgen und Nöten der Anwohner gerecht. Damit verfehlt er die nötige Akzeptanz in der Bevölkerung, die für die Maßnahmen zur Energiewende zwingend erforderlich ist.

Beim ursprünglich vorgeschlagenen Trassenkorridor durch den Freistaat Thüringen sind weder grundwassergefährdende Eingriffe noch eine Betroffenheit der Bürgerinnen und Bürger zu erwarten.

Die Landtagsfraktionen von CDU und Grünen werden mit der Hessischen Landesregierung weitere Schritte beraten, um gegen den Bundesfachplanungsbeschluss Einwendungen geltend zu machen und Änderungen zu erwirken. Damit die technischen Risiken der Baudurchführung und die hohen umwelt- und naturschutzfachlichen Probleme berücksichtigt werden.“

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Ansprechpartner

Jörg Michael Müller

JM.Mueller@ltg.hessen.de