„Die ökonomische Bedeutung des Flughafens Frankfurt mit rund 80.000 Beschäftigten vor Ort ist unbestritten. In einer globalisierten Welt mit enormer Konkurrenz ist dieses ‚Tor zur Welt‘ der entscheidende Trumpf bei der Ansiedlung internationaler Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Aber sein Betrieb ist auch mit Belastungen verbunden. Er braucht deshalb eine verlässliche und vor allem auch breit akzeptierte Zukunftsperspektive, die langfristig die Bedeutung des Flughafens absichern kann“, sagte der Wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Walter Arnold, heute anlässlich der Plenardebatte über die weitere Entwicklung des Flughafens Frankfurt.
 

Gleichzeitig hob Arnold nochmals die Notwendigkeit hervor, die Fluglärmbelastung weiter zu verringern: „Die Reduzierung der Fluglärmbelastung bleibt unabhängig von jeder weiteren wirtschaftlichen Entwicklung für uns von zentraler Bedeutung und eine Hauptaufgabe der Politik. Daher haben wir uns für die vor uns liegende Legislaturperiode weitgehende Ziele gesteckt. So wollen wir genau prüfen, inwieweit gerade in den Nachtrandstunden eine Verbesserung des Bahnmanagementsystems sowie eine weitere Optimierung der Flugverfahren zu einer siebenstündigen Lärmpause für bestimmte Bereiche führen können.“
 

Fester Bestandteil der weiteren Schritte sei auch das Maßnahmenpaket der „Allianz für mehr Lärmschutz 2012“: „Dieses Paket wollen wir auch in Zukunft konsequent umsetzen und weiterentwickeln. Dazu zählen auch weitere Maßnahmen, wie die Einführung einer Lärmobergrenze entsprechend der Empfehlung des Mediationsverfahrens mit dem Ziel, eine deutliche Lärmreduzierung gegenüber den im Planfeststellungbeschluss prognostizierten Werten zu erreichen sowie eine stärkere und frühere Beteiligung der Bürger bei der Planung von Flugverfahren und ein Lastenausgleich für besonders vom Fluglärm betroffene Kommunen“, erklärte Arnold.
 

Desweiteren sei eine Beschleunigung der Entscheidungsfindungs- und Genehmigungsprozesse bei der Festlegung lärmärmerer Flugverfahren erforderlich. Dies schließe die Novellierung des Luftverkehrsgesetzes ein, um den Lärmschutz bei der Planung von Flugverfahren neben der Sicherheit zu einem prioritären Aspekt zu machen. „Der Flughafen ist bei allen Herausforderungen eine große Chance für ein exportorientiertes Land wie Hessen und das Rhein-Main-Gebiet. Diese Chance müssen wir umsichtig nutzen: Das geht ohne jeden Zweifel nur gemeinsam mit den Menschen in der Region“, so Arnold.

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