"Gerade bei der Jagd sind Schnellschüsse wenig hilfreich, weil dann das Ziel verfehlt wird. Das gleiche gilt für den SPD-Gesetzentwurf zum Hessischen Jagdgesetz, den wir heute in erster Lesung beraten. Gründlichkeit geht in jedem Fall vor Schnelligkeit - in der Jagd wie auch in der Gesetzgebung", sagte der jagdpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Walter Arnold, in der heutigen Plenardebatte.

Es sei "beachtenswert", dass die SPD gerade jetzt vorpresche, obwohl das Gesetz erst in 2012 auslaufe und aktuell keine "unabwendbaren Dringlichkeiten" bestünden. "Überraschend ist weiterhin die Haltung der SPD zur Wildfütterung, die sich seit der letzten Novelle in das genaue Gegenteil verkehrt hat", führte der Jagdpolitiker aus. "Die SPD muss aufpassen, dass sie bei Lockerung der Kirrungsregelung nicht über das Ziel hinausschießt und das genaue Gegenteil von dem bewirkt, was sie eigentlich will", ergänzte Dr. Arnold. 
Innerhalb der noch ausreichenden Geltungsdauer des Gesetzes bestehe noch ausreichend Gelegenheit, den notwendigen Änderungsbedarf zu ermitteln und in einem geordneten Verfahren mit den betroffenen Interessengruppen und Verbänden zu ermitteln. "Dabei gilt es auch, die Auswirkungen auf Wildschäden genau im Auge zu behalten, da diese im vorliegenden Entwurf nur sehr eingeschränkt beachtet wurden", so Dr. Arnold abschließend.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag