„Wir wollen flächendeckend eine qualitativ gute, nachhaltige und effiziente Bewirtschaftung aller Waldflächen in Hessen. Dabei ist der Erhalt der Einheitsforstämter von großer Bedeutung. Deshalb bleibt es dabei, dass die Besitzer von privaten Waldflächen diese zu einem subventionierten Preis vom Landesbetrieb Hessen-Forst bewirtschaften lassen können, wenn sie dies möchten. Das Land stellt hier im Haushalt 2015 weiter Zuschüsse von über 3,5 Millionen Euro ein, damit der Landesbetrieb den Privatwaldbesitzern auch künftig attraktive Preise anbieten kann“, erklärte der forstpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Dr. Walter Arnold angesichts der heutigen Debatte um die Förderung der Privatwälder in Hessen im Umweltausschuss des Hessischen Landtags.

Arnold weiter: „Die gute Arbeit des Landesbetriebs mit dem Einsatz hervorragender Forstwirte und moderner Maschinen muss aber auch angemessen entlohnt werden. Das war in der Vergangenheit nicht überall der Fall. Wir haben uns daher entschieden, die Gebühren etwas anzuheben, so dass künftig etwa 50% der real entstehenden Kosten des Landesbetriebs durch Gebühren gedeckt sind. Ich verstehe, dass dies für die Betroffenen, die die sehr geringen Beiträge gewohnt sind, ein schmerzlicher Schritt ist. Der Abbau lieb gewonnener Subventionen muss mit Augenmaß und im Dialog mit den Betroffenen angegangen werden. Wir sind deshalb in Gesprächen über die genaue Ausgestaltung und Staffelung der Gebührensätze, damit es nicht zu unbilligen Härten kommt – denn am Ende muss sich die Bewirtschaftung des Waldes in Hessen auch weiterhin lohnen, damit wir einen gesunden und gepflegten Wald erhalten können. Aber im Licht der Schuldenbremse und unserer Verantwortung für einen ausgeglichenen Haushalt ist es auch notwendig, verschiedene Ausgaben in Frage zu stellen.“

„Nicht zielführend“ nannte der Forstpolitiker hingegen die Debatten um eine Verschiebung der entsprechenden Förderverordnung. Die Wirkung der geänderten Richtlinien könne ohnehin frühestens zu Beginn der Holzernte im Herbst 2015 eintreten, wenn die Verträge zwischen den Eigentümern und dem Landesbetrieb neu ausgehandelt seien. Bis dahin sei ausreichend Zeit, sich auf die veränderte Situation einzustellen und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu finden. 

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Dr. Walter Arnold

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