Die heute vorgestellten Ergebnisse des dritten Teilmoduls „Kognitive Leistungen und Lebensqualität bei Kindern“ der „Noise-Related Annoyance, Cognition, and Health (NORAH)“-Studie sind sehr aufschlussreich und dienen gleichzeitig einer Versachlichung der Diskussion über die Auswirkungen von Fluglärm.“ Das sagte der flughafenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Walter Arnold, heute in Wiesbaden anlässlich der Präsentation der Studienergebnisse durch das Umwelt- und Nachbarschaftshaus in Kelsterbach (UNH). Die NORAH-Studie war auch auf Basis einer Anhörung im Hessischen Landtag 2010 und eines von der CDU-Fraktion mitgetragenen Beschlusses begonnen worden, um eine gesicherte Grundlage zur Beurteilung der Auswirkungen von Verkehrslärm im Rhein-Main-Gebiet zu schaffen. Für zwei Teilmodule („Belästigung“ und „Gesundheit“) stehen die Ergebnisse derzeit noch aus.

Im Teilmodul 3 konnte ein im Vergleich zu anderen Einflussfaktoren geringer, aber statistisch nachweisbarer Einfluss von Fluglärm im Gesamtlesetest bei Grundschülern der 2. Klasse des Fluglärms festgestellt werden. Die Studie haben gleichzeitig keine signifikanten Auswirkungen von Fluglärm auf sprachliche Vorläuferfähigkeit (z. B. die Sprachwahrnehmung) feststellen können: „Nun muss geprüft werden“, so Arnold weiter, „wie die Kinder in besonders belasteten Gebieten unterstützt werden können, um z. B. durch Fördermaßnahmen den Erwerb von Lesekompetenzen zu stärken und die damit einhergehenden Bildungschancen der betroffenen Kinder zu verbessern. Zudem gilt es, schnellstmöglich auch den passiven Schallschutz an den Schulen zu verbessern, die bislang noch keine Maßnahmen durchgeführt haben.“

„Wir nehmen die vom Fluglärm ausgehenden Belastungen für das Rhein-Main-Gebiet weiterhin sehr ernst. Diese Ergebnisse zeigen, wie notwendig und geboten es ist, die bereits ergriffenen Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes im Rhein-Main-Gebiet konsequent fortzuentwickeln, um alles technisch Mögliche und ökonomisch Vertretbare für eine weitere Fluglärmreduzierung zu tun. Die im September vorgestellten Lärmpausenmodelle sowie die nun vorgesehene Erhöhung der Start- und Landeentgelte sind hierbei ebenfalls wichtige Bausteine“, so Arnold abschließend.

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Ansprechpartner

Dr. Walter Arnold

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Finanzen, Staatssekretär a.D.

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