„In die Fachkompetenz von Ingenieuren, Architekten und Stadtplanern haben die Menschen großes Vertrauen. Zugleich sind dies Berufe, in denen komplexe Projekten an der Tagesordnung sind, die genaues Arbeiten erfordern und bei denen jeder Fehler zu einen Sicherheitsproblem werden kann. Mit dem neuen Ingenieurgesetz und dem überarbeiteten Architekten- und Stadtplanergesetz bilden wir die Weiterentwicklung dieser wichtigen Berufsfelder ab und gewährleisten zugleich einen zeitgemäßen rechtlichen Rahmen“, sagte der zuständige Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr.-Ing. Walter Arnold, anlässlich der Einbringung des Entwurfes von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für ein Gesetz zur Neuregelung des Hessischen Ingenieur- und Ingenieurkammerrechtes und des Hessischen Architektenrechtes (Drs. 19/1982).

Das Gesetz zum Schutz der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ (Ingenieurgesetz) und das Gesetz über die Errichtung einer Ingenieurkammer und über die Berufsordnung der Beratenden Ingenieure in Hessen (Ingenieurkammergesetz) werden nun in einem Gesetz zusammengeführt und aktualisiert. „Wir werden dabei eine Vielzahl von Anpassungen vornehmen. Das betrifft nicht nur Auswirkungen von neuem EU-Recht, sondern auch inhaltliche Weiterentwicklungen. So wurde der weltweit anerkannte Abschluss ‚Diplom-Ingenieur‘ durch die Umstellung auf das Bachelor-/ Master-System abgeschafft. In der Folge sind viele ingenieurähnliche Studienabschlüsse ohne einheitliche Standards entstanden. Wir wollen daher nun Mindestanforderungen zur Qualitätssicherung festlegen, die zu einem berufsrechtlich geschützten Ingenieurtitel führen“, so Arnold.

Ein weiterer Aspekt befasse sich mit dem Wunsch nach einer auch nach außen sichtbaren, fachlichen Vertiefung, wie sie heute beispielsweise bereits bei den Anwaltsberufen („Fachanwalt für …“) existiere. „In Anlehnung an diese schon bestehenden Verfahren wird Hessen als eines von nur zwei Bundesländern ein Art Qualitätssiegel der Hessischen Ingenieurkammer für eine Ausbildung und Zusatzbezeichnung als ‚Fachingenieur/Ingenieurkammmer Hessen‘ schaffen“, erläuterte Arnold. Die Ingenieurkammer Hessen sei hierbei als zuständiger Ansprechpartner vorgesehen.

„Der Gesetzentwurf ist eine tragfähige Grundlage für die Arbeit der Ingenieure, Architekten und Stadtplaner in Hessen. Hierzu erwarten wir nun weitere konstruktive Anmerkungen und Ergänzungen im Rahmen der weiteren Beratungen im Gesetzgebungsverfahren“, so Arnold.

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Ansprechpartner

Dr. Walter Arnold

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Finanzen, Staatssekretär a.D.

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