• Wichtige Leistungen für Landschaftspflege und Artenschutz
  • Förderprogramme verbessern
  • Realistischen Umgang mit dem Wolf sicherstellen
  • Weidetierprämie muss kommen

Anlässlich der heutigen Demonstration der Weidetierhalter in Wiesbaden erklärte die agrarpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Lena Arnoldt:

„Die Weidetierhalter in Hessen leisten wichtige Arbeit für unsere Kulturlandschaft und für den Umwelt- und Artenschutz. Diese Leistungen werden oft zu wenig gewürdigt und leider überwiegend auch nicht angemessen bezahlt. Es ist daher gut, dass sie sich heute deutlich Gehör verschaffen.

Wir wollen den Tierhaltern helfen, weil wir weiterhin Weidetierhalter in Hessen brauchen. Wir müssen sicherstellen, dass die Weidetierhalter, die unter höchsten Standards und großem Aufwand hochwertige Produkte produzieren und unsere Landschaften erhalten, von ihrer Arbeit leben können.

Deshalb setzen wir uns dafür ein, die Herdenschutzprämie, mit der Tierhalter bei der Sicherung ihrer Herden unterstützt werden, nochmals anzuheben, damit der Aufwand wirklich ausgeglichen wird.

Mittelfristig brauchen wir zusätzlich eine Weidetierprämie, die den Aufwand für die Haltung von Ziegen und Schafen wirtschaftlich rentabel macht. Dafür setzen wir uns beim Bund seit Langem ein. Wenn die Bundesregierung sich hier weiter sperrt, wollen wir für Hessen eine eigene Lösung schaffen.
Eine besondere Herausforderung für die Weidetierhalter ist die Wiederansiedlung des Wolfes, der vereinzelt auch in Hessen ankommt. Zwar ist die Wolfsdichte hier sehr gering – dennoch sind die Sorgen und Ängste der Tierhalter berechtigt und verständlich.

Im Grunde ist es positiv, dass der Wolf in Mitteleuropa wieder Lebensräume findet. Es ist nicht unser Ziel, den Wolf in Deutschland sofort wieder auszurotten. Aber wir müssen dafür sorgen, dass er an unsere Lebens- und Wirtschaftsweise angepasst ist. Dafür braucht es – wie bei anderen Wildtieren auch – eine vernünftige Bewirtschaftung der Bestände. Die Änderung des Naturschutzgesetzes durch den Bund ist ein erster, wichtiger Schritt, damit wir künftig auffällige Tiere entnehmen können, um Schäden abzuwehren. Ein realistischer und unideologischer Umgang mit dem Wolf und faire Entschädigungsregeln bei Nutztierrissen sind berechtigte Anliegen der Tierhalter, die wir unterstützen.“

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Ansprechpartnerin

Lena Arnoldt

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
Sprecherin im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

+49 6621 73955
l.arnoldt@ltg.hessen.de